Ausführlicher Reisebericht der Europareise vom 2. – 26. Mai 2005

Flug: Unser Flug ging am Dienstag den 2. Mai 2005 in Asuncion los. Es war ein ruhiger aber etwas langer Flug. Wir kamen wohlbehalten am Mittwoch den 3. Mai in Frankfurt an und fuhren mit dem Zug nach Bonn.


Bonn: In Bonn wurden wir von Rainer und Conny Wiebe empfangen. Wir wohnten bei ihnen zu Hause. Am Nachmittag fuhren wir zum „Haus der Geschichte“. War ein sehr schöner Gang durch die neuere Geschichte Deutschlands. Fuhren noch durch die Innenstadt Bonns und gingen kurz am Rhein entlang. Abends gingen wir gemeinsam Ausessen. Hatten ein sehr interessantes Gespräch bezüglich der Mennoniten in Europa und auch in Paraguay. Die Beteiligung der Mennoniten in der paraguayischen Politik war ein warmes Thema.


Heppenheim: Am Donnerstag fuhren wir mit dem Auto gemeinsam mit Rainer Wiebes zur I.M.O. – Jahressitzung. Die Sitzung begann am Donnerstagabend und ging bis Samstagnachmittag. Es wurden administrative Punkte behandelt und Projektberichte erstattet. Am Freitagabend haben wir einen Bericht über die Kolonie Friesland und einen ganz ausführlichen Bericht über das Projekt Covesap mit dem Film erstattet. Auch noch in der anschließenden lockeren Diskussionsrunde löste das Projekt interessante Fragen und Besprechungen aus. Bei dieser Gelegenheit wurde der I.M.O. auch noch eine Anerkennungsurkunde für die finanzielle Unterstützung während den letzten Jahren überreicht. Es war für uns eine sehr interessante Erfahrung, wie diese Art von Sitzungen in diesem Zusammenhang in Europa durchgeführt werden. Auch die nach dem Abend organisierten gemütlichen Runden waren für uns eine neue Erfahrung. Rund 20 Vertreter waren bei der Sitzung dabei.


Backnang: Am Samstagnachmittag fuhren wir mit dem Zug nach Backnang. Wir wurden von Lutz Heidebrecht abgeholt und übernachteten bei Günter Krüger, ehemaliger Geschäftsführer des Mennonitischen Hilfswerkes. Die Diskussion mit ihm am Abend war für uns sehr hilfreich, um verschiedene Zusammenhänge zu verstehen. Was uns immer wieder auffiel war, das wenn man von Mennoniten in Paraguay sprach, bezog man sich immer nur auf die Mennoniten im zentralen Chaco. Krüger sprach von der „vergessenen Kolonie Friesland“ und dass in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Millionen DM in den Chaco geflossen sind. Sie hätten immer wieder gesagt, dass sie das Geld schickten und die Mennoniten vor Ort sollten entscheiden, wo das Geld hingehen sollte. Am Sonntag feierten wir mit der Gemeinde in Backnang den Gottesdienst. Wir berichteten über Friesland und das Projekt. Viel Interesse wurde uns danach mitgeteilt. Es waren etwa 110 Gottesdienstbesucher dabei. Nach dem Mittagessen beim Pastor Lutz Heidebrecht fuhren wir mit dem Zug nach Schwandorf. Es wurde auch über Vermarktung und Export der Covesapprodukte nach Deutschland über den „Fair – Handel“ gesprochen.


Schwandorf - Regensburg: Am Montag haben wir mit dem mennonitischen Maschinenfabrikproduzent Dankwart Horsch die Fabrik besichtigt. Er konzentriert sich zurzeit hauptsächlich auf den Bau von Direktsaatsämaschinen und Maschinen um den Boden zu lockern. Hier lernten wir auch den Gemeindeleiter aus Kanada Helmut Isaak kennen. Er kommt im nächsten Jahr nach Cemta – Paraguay. Kurzfristig war von Dankwart Horsch noch eine Veranstaltung organisiert worden, wozu etwa 30 Besucher erschienen waren. Wir präsentierten die Kolonie Friesland und das Projekt Covesap. Das Projekt stieß auf großes Interessen bei den Zuhörern. Auch in den Gesprächen mit der Familie Horsch und Gemeindeleiter Horsch wurde über den Unterschied der Gemeinden aus Norddeutschland und Süddeutschland diskutiert. Auch über die Geschichte des „Mennonitischen Hilfswerkes“ wurde ausführlich gesprochen Die Familie Horsch hat sich sehr um uns bemüht.


Weiherhof: Am Dienstagmorgen ging es weiter zum Weiherhof, einem ehemaligen mennonitischen Dorf. Hier waren wir bei der Familie Jörg Driediger untergebracht. In dieser Gemeinde ist Frau Andrea Lange Pastorin, die als Vertreterin der Mennoniten am „Katholisch-Mennonitischen Dialog“ teilnahm. Wir präsentierten die Kolonie Friesland und das Projekt Covesap für eine Gruppe von etwa 20 Personen. Auffallend war das wenige Interesse der jungen Leute für missionarische Projekte im Ausland.


Limburgerhof - Kohlhof: Am Mittwochmorgens fuhren wir bis zum Kohlhof, wo wir von Angelika Bast aufgenommen wurden. Sie hat sich ausgezeichnet um uns gekümmert. Wir besichtigten zwei Gemüseanbaubetriebe. Am Mittwochabend präsentierten wir Friesland und das Projekt Covesap für insgesamt etwa 30 Personen. Es waren auch mehrere junge Leute dabei. Während einer anschließenden Diskussion bekundigten die Leute ihr Interesse. In nächster Zukunft soll eine Veranstaltung organisiert werden, um mit dem Gewinn, das Projekt zu unterstützen.


Hamburg - Altona: Am Donnerstagvormittag fuhren wir von Mainheim in den Norden Deutschlands nach Hamburg. Abends hatten wir die Möglichkeit, unser Programm der Gemeinde Hamburg – Altona vorzustellen. Es waren etwa 25 Personen dabei, die viel Interesse zeigten. Danach fuhren wir mit Heinz Esaus und Werner Federau Ausessen. Am Freitag fuhr Heinz Esau mit uns zur Mennokate und nach Mölln, eines der Sammellager der Mennoniten um 1929. Die Reise war für uns von der geschichtlichen Perspektive her sehr inhaltsreich. Am Nachmittag machten wir eine Rundfahrt durch den Hafen von Hamburg. Die Hafenanlagen waren für uns sehr beeindruckend.


Bielefeld: Am Freitagabend kamen wir bis Bechterdissen, Bielfeld. Marisa Funk holte uns vom Zug ab. Zum Abendbrot waren wir bei Peter Wittenbergs. Es wurde viel von Friesland erzählt. Peter Wiebe war auch mit dabei. Am Samstagvormittag waren wir kurz in einem mennonitischen Buchhandel und bei Hermann Bergmann. Zu Mittag waren wir bei Peter Wiebes zum „Grillen“ eingeladen. Ab 16.00 Uhr hatten wir ein Friesländertreffen, das von Peter und Magdalene Wiebe und Peter Wittenbergs organisiert war. Es waren etwa 90 Personen mit dabei. Neben einigen weiteren Punkten wurde ein Bericht über Friesland und bezüglich des Projektes Covesap gebracht. Danach gab es einen Stehkaffee. Nach dem Abend trafen wir uns zu einer gemütlichen Auswertung bei Peter Wittenbergs mit Peter Wiebes und Marisa Funk. Am Sonntagmorgen nahmen wir in der Gemeinde in Bechterdissen in Bielefeld an einem Tauffest teil. Zu Mittag waren wir bei Sieghard Ratzlaff auch zum „Grillen“ eingeladen. Es war der dritte Asado in Bielefeld. Endlich mal so richtig verarbeitetes Gemüse. Bei Ratzlaffs besuchten uns noch einige weitere Friesländer. Am Nachmittag ging es dann los nach Basel, um die Gemeinden in der Schweiz zu besuchen.


Schweiz: Am Sonntagabend kamen wir in Basel, Schweiz an. Wir waren bei Heidi und Ueli Rediger zu Nacht. Abends hatten wir ein interessantes Gespräch, wo Uerli darauf hinwies, wie ungerecht die „unterentwickelten“ Länder weltweit behandelt werden. In den Gesprächen in der Schweiz wurde sehr stark auf eine ganzheitliche Entwicklung des Menschen hingewiesen, d.h. neben der wirtschaftlichen Entwicklung muss die geistliche Betreuung letztendlich die Grundlage für einen nachhaltigen Fortschritt sein. Es wurden auch sehr stark die negativen Folgen einer entwickelten Gesellschaft herausgestrichen. Als Beispiel wurde genannt, dass in der Schweiz viele Männer arbeitssüchtig sind und für ihre Familien keine Vorbilder mehr sind. Am Montag waren wir mit Margrit Ummel in der Schweiz unterwegs. Zuerst besuchten wir die Bibelschule „Bienenberg“ und danach fuhren wir zur Jura. Davor bekamen wir ein typisches Essen, d.h. geschmolzenen Käse auf Kartoffeln. Als Vorspeise einen saftigen grünen Salat. Am Nachmittag fuhren wir in die Jura, ein Vorgebirge der Alpen. Es war ein regnerischer Nachmittag, wo wir noch etwas Schnee erlebt haben. Ab 17.00 Uhr war ein Besuch im Archiv der Schweizer Mennoniten organisiert und danach eine Sitzung mit der SMM (Schweizer – Mennoniten – Missionskomitee). Dabei waren der Vorsitzende, Martin Braun, der Geschäftsführer, Christian Käser, der Kassierer und die Vizeleiterin, Margrit Ummel. Es wurde das Projekt Covesap präsentiert und man wird über eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit beraten. Martin Braun, der auch fünf Jahre im zentralen Chaco für die ASCIM gearbeitet hat, ist Ältester der ältesten Täufergemeinde in der Schweiz. Auf der Rückfahrt von der Jura nach Basel konnten wir die Alpen sehen. Am Dienstagmorgen ging es wieder zurück nach Bonn.


Kreefeld: Am Dienstagnachmittag waren wir in Bonn und fuhren mit Rainer und Conny Wiebe mit dem Auto nach Kreefeld, einer Stadt von etwa 300.000 Einwohner und der ältesten Kirche der Mennonitengemeinde in Deutschland. In der Gemeinde arbeiten zwei Pfarrer. Zuerst hatten wir ein Interview mit Richard Janz, dem neuen Leiter der Zeitschrift „Die Brücke“. Am Abend wurde einer Gruppe aus der Gemeinde von etwa 15 Personen über Friesland und das Projekt Covesap informiert. Danach entwickelte sich eine interessante Diskussion über die Nachhaltigkeit des Projektes. Es wurde unterstrichen, dass so ein Projekt auf lange Sicht und in integraler Form durchgeführt werden muss.


Frankfurt – K.f.W.: Am Mittwochvormittag fuhren wir am Rhein entlang nach Frankfurt. In Frankfurt trafen wir uns in der K.f.W. (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mit Herrn. Nils-Henning Meyer (Sektorökonom, Kompetenzcenter Landwirtschaft und Naturressourcen, Lateinamerika und Karibik) zum Mittagessen. Danach hatten wir eine gemeinsame Sitzung, wozu auch Herr Werner Neuhauss (Abteilungsvolkswirt, Länderbeauftragter Lateinamerika Ost und Karibik) kam. Wir stellten das Projekt Covesap vor und beantragten konkret neben der finanziellen Inversion der K.f.W. für die Verbesserung der Böden und Forstwirtschaft auch eine finanzielle Unterstützung um die Fachkräfte und Arbeiter und den Unterhalt der Motorräder und ein Auto zu bezahlen. Insgesamt sind die Aussichten für Paraguay nicht die Besten, weil die paraguayische Regierung bei der K.f.W. viel Imageverlust hat. Im Mai kommt noch einmal eine Kommission nach Paraguay und nach der jeweiligen Auswertung können konkrete Entscheidungen getroffen werden. Die K.f.W. unterstützt im Prinzip die Idee, die Beratungsarbeit der Projekte auch an private Initiativen zu dezentralisieren. Im zweiten Semester 2005 wird die K.f.W. eine konkrete diesbezügliche Antwort auf unsere Anfrage geben.


Berlin: Am Mittwochnachmittag fuhren wir nach Berlin. Frau Helga Köppel holte uns vom Bahnhof Zoo ab. Wir übernachteten in Berlin im Mennoheim. Am Donnerstag fuhren wir nach Niedergoersdorf, wo von den Mennoniten die Aussiedler betreut werden. Wir besuchten noch einen landwirtschaftlichen Betriebe, d.h. eine GmbH die rund 4.500 ha. Land bewirtschafteten. Sie führen hauptsächlich Ackerbau, melken 500 Kühe und haben 1.200 Schweine für die Zucht. Besucht wurde auch ein ehemaliges Militärlager der Russen, das heute für Tourismus ausgebaut ist und eine Spielwarenfabrik, wo Hartholz verarbeitet wird. Am Donnerstagabend und Freitagvormittag waren wir in Berlin am Kurfürstendamm, ehemaliges Zentrum von Berlin während des kalten Krieges, am Potsdamerplatz, beim Brandenburgertor, beim Parlament und „Unter den Linden“. Am Nachmittag fand die Mitgliederversammlung der AMG (Arbeitsgemeinschaft der Mennoniten Gemeinden in Deutschland) und des MH (Mennonitisches Hilfswerk) statt. Am Abend präsentierten wir das Projekt Covesap. Themen der anschließenden Diskussion waren die Nachhaltigkeit des Projektes, die Professionalität in der Durchführung und der Zusammenhang des Projektes mit dem geistlichen Aspekt. Man zeigte allgemein viel Interesse. Am Samstagvormittag ging es bis zu den Niederlanden.


Niederlanden - Haarlem: Am Samstagnachmittag nahmen wir in den Niederlanden in der Stadt Haarlem an der Mitgliederversammlung des Deutsch – Mennonitischen Geschichtsverein teil. Danach besuchten wir eine Ausstellung der Mennoniten im damaligen Preußen, heute Polen. Von Herrn Aldert Husslage und Frau, Vertreter der B.N. (Besondere Noden) in der I.M.O. wurden wir zum Abendbrot eingeladen. Thema des Gespräches waren die Mennoniten in den Niederlanden und ihre aktuelle wirtschaftliche Lage. Nach dem Essen fuhren wir mit dem Zug nach Den Haag.


Den Haag: In Den Haag wurden wir von Robert und Els de Quant abgeholt. Wir fuhren gleich mit dem Auto zu einem Strand an der Nordsee in Den Haag. Während dem Abendbrot wurden alte Erfahrungen von der I.M.O. – Reise nach Paraguay aufgefrischt. Am Sonntagmorgen waren wir beim Gottesdienst der Gemeinde in Den Haag mit dabei. Der Gottesdienst wurde von einer Frau geleitet und eine Pfarrerin brachte auch die Predigt. Nach dem Gottesdienst hatten wir die Gelegenheit, das Projekt Covesap kurz mit Hilfe des Films zu präsentieren. Etwa 30 Personen beteiligten sich an der Präsentierung. Danach fuhren wir mit Robert und Els de Quant nach Rotterdam, wo wir eine Schifffahrt im Hafen von Rotterdam machten. Wir konnten uns die ganze Hafenanlage des weltberühmten Hafens ansehen. Zurzeit ist nur der Hafen von Shanghai in China größer als Rotterdam. In diesem Hafen wurden auch vor rund 50 Jahren die Mennoniten nach Paraguay verschifft, die später die Kolonien Volendam und Neuland gründeten. Mit einem gemütlichen Kaffee am Hafen schlossen wir die Rundfahrt ab. Danach besichtigten wir in Den Haag eine Ausstellung, die in Miniaturform die Niederlande widerspiegelt.


Friesland: Am Montag fuhren wir mit Els de Quant, Vorsitzende der B.N. und Dirk von de Veer nach Friesland. Wir brauchten etwa drei Stunden. Es ging unter anderem über einen sehr langen Deich, der vor etwa 80 Jahre erbaut war. In Friesland besuchten wir zuerst die Kirche in Pingjum. Hier wurde uns in der Kirche der lokalen Gemeinde ein Diavortrag von Menno Simons präsentiert. Es war eine kleine, hübsche und alte Kirche. Viele Kirchen in den Niederlanden scheinen von außen gesehen als ein normales Haus, da sie sich vor den Kontrollen der damaligen Zeit versteckt halten mussten. Hier lernten wir auch Tineke Huijing, Vorsitzende des FDS, kennen. Es ist ein Zusammenschluss der Gemeinden in Friesland. Die Idee ist in langfristiger Hinsicht Beziehungen aufzubauen. Danach fuhren wir zum Menno Simons – Denkmal, wo einmal die Kirche gestanden haben soll, in der Menno gepredigt hat. Zu Mittag waren wir in Witmarsum in einer ehemaligen mennonitischen Kirche, die jetzt als Restaurant umgebaut ist, eingeladen. Es war schon ein anderes Gefühl, in einer ehemaligen mennonitischen Kirche Mittag zu essen. In Witmarsum sahen wir auch die Kirche, in der Menno als katholischer Priester gepredigt hat. Nach dem Mittagessen besuchten wir die Sammelstelle der Mennoniten in Holland, wo unter anderem Kleider, Nähmaschinen und Schreibmaschinen für bedürftige Leute auf der ganzen Welt gesammelt werden. Von hier aus sind auch viele Kleider nach Paraguay geschickt worden. Auf dieser Stelle werden die Kleider sortiert, verpackt und verschickt. Die Arbeit läuft schon seit mehr als 20 Jahre. Weiter ging es zu einem Milchbauernbetrieb, der seine ca. 65 Kühe von einem Roboter melken lässt. Jede Kuh wird 2,5 Mal pro Tag automatisch von der Maschine gemelkt. Der Durchschnittsertrag pro Kuh lag bei 28 l. Während der ganzen Fahrt in Friesland beeindruckte uns das viele Wasser. Das ganze Land ist von Kanälen durchschnitten, die auch gleichzeitig den Zaun für das Vieh darstellen. Uns wurde gesagt, dass wenn die Niederlanden aufhören hier Wasser aus dem Land auszupumpen, geht das halbe Land wieder unter Wasser. Im Laufe der Jahrhunderte ist sehr viel Land durch den Bau von Deichen und das Auspumpen des jeweiligen Wasserbestandes gewonnen worden.


Leiden: Am Montagabend waren wir in Leiden, wo wir dem Vorstand der B.N. und der Friedenskommission die Kolonie Friesland und das Projekt Covesap präsentiert haben. Es waren etwa 12 Personen dabei. Die Gruppe war sehr offen für eine Zusammenarbeit in Zukunft, da sie die Umstände in Paraguay sehr berührten. Jaap de Graaf, Angestellter von B.N., der Friedenskommission und des Missionskomitee der Mennoniten in den Niederlanden war für unsere lokale Koordination verantwortlich. Am Abend ging es dann von Leiden zurück nach Almere, wo Jaap de Graaf wohnt und übernachteten bei einer Familie Laane.


Amsterdam: Am Dienstagvormittag ging es mit Jaap de Graaf nach Amsterdam. Hier präsentierten wir auch in Gegenwart von Aldert Husslage dem Vorstand des ADS (Niederländische Vereinigung der Mennoniten) die Kolonie Friesland und Covesap. Man nahm sich viel Zeit für die anschließende Diskussion. Danach besuchten wir die Kirche in Amsterdam. Es ist die größte Kirche der Mennoniten in den Niederlanden mit etwa 1.200 Plätzen. Es ist eine wunderschöne Kirche. Anschließend machten wir einen Besuch in der Universität, wo die Dokumente der Wiedertäufer aufbewahrt werden. Uns wurden ausnahmsweise einige Bücher mit einem Alter von 350 bis 470 Jahren gezeigt. Auch das einzige noch von Menno Simons vorhandene Dokument wurde uns gezeigt. Es ist ein Brief an eine Witwe. Weiter machten wir noch einen Spaziergang durch die Altstadt von Amsterdam. Am Abend fuhren wir dann nach Amersfoort und übernachteten bei Tineke Pomper.


Amersfoort: Am Mittwochvormittag machten wir mit Tineke Pomper eine Rundfahrt mit einem Boot durch die Stadt. Danach präsentierten wir unser komplettes Programm für Vertreter der Gemeinde in Amersfoort und Vertreter von B.N.. Es waren etwa 12 Personen dabei. Danach folgte eine angeregte Diskussion.


Bonn: Am Mittwochnachmittag fuhren wir wieder zurück nach Bonn, wo wir mit den Organisatoren der Reise, Rainer und Conny Wiebe, eine Auswertung der Reise machten. Die Auswertung der Reise ging am nächsten Morgen weiter. Conny betonte das positive Echo von Seiten der Gemeinden bezüglich unserer Präsentationen. Wir klärten auch den weiteren Weg der Zusammenarbeit. Von Friesland aus werden wir den Kontakt zu den besuchten Partner machen und eventuelle finanzielle Unterstützungen über die I.M.O. laufen lassen. Am Donnerstagnachmittag ging es dann noch einmal zum Weiherhof, wo die Forschungsstelle der Mennoniten in Deutschland besucht wurde. Garry Waltner zeigte uns die Einrichtungen. Seine Analyse bezüglich verschiedener Zusammenhänge bei den Mennoniten in Europa war sehr hilfreich. Am Donnerstagabend ging die Reise von Frankfurt über Sao Paolo los nach Paraguay.


Hans Theodor Regier
Leiter - Covesap


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