Berichte aus dem Informationsblatt Friesland vom März 2008

Verwaltung
I. Arbeitsteam: Nach der Kündigung von Herrn Hans Theodor Regier und Frau Vicky Siemens, wurden die Aufgaben in Covesap neu strukturiert. Die Arbeiten und Jahresziele derselben wurden auf die verschiedenen Mitarbeiter verteilt.
II. Arbeitsgemeinschaft: Die geplante Arbeitsgemeinschaft zum Thema: „Nachbarschaftskooperation als Aufgabe und Herausforderung für die Zukunft der fünf Mennonitenkolonien“, wurde auf Beschluss mit den Oberschulzen der anderen Kolonien momentan nicht durchgeführt.
III. Anstellung von Herrn Alfred Fast: Herr Alfred Fast wurde zu den selben Bedingungen wie im Vorjahr angestellt. Er arbeitet an einigen Tagen des Monats als Berater im Programm von Covesap mit.
IV. Besuch
a) IMO: Rainer und Conny Wiebe besuchten uns vom 4. bis zum 6. März. Herr Wiebe ist Leiter der IMO (Internationale Mennonitische Organisation) und Frau Wiebe Schriftführerin derselben. Bei diesem Besuch wurden neue Beziehungen geknüpft. Außerdem besuchten Wiebes einige Schulen in der Covesap-Zone um die Situation vor Ort kennen zu lernen. Die Pre-Kooperative Amanecer war auch ein wichtiger Bereich, für den man sich die Zeit nahm, darüber gemeinsam nachzudenken. Beeindruckend war für Ehepaar Wiebe auch der Modellhof von Elpidio Peralta. Da Wiebes schon vor einigen Jahren zu Besuch da waren, konnten sie die Änderungen mitverfolgen. Außerdem wurden Besuchsreisen nach Volendam und Río Verde durchgeführt. Die IMO will in Zukunft auch weiterhin das Programm Covesap finanziell unterstützen, besonders wichtig ist der Bildungsbereich. Dies beinhaltet konkret die Schulen und den Bildungsbereich in der Pre-Kooperative.
b. „Congregacion de Pastores Mennonitas“: Am 13 März besuchte uns Herr Alvin Neufeld mit Ehepaar Töws aus der Kolonie Menno. Bei diesem Besuch ging es hauptsächlich darum, das Programm von Covesap kennen zu lernen, um es eventuell auf den verschiedenen Missionsfeldern im Chaco anzuwenden.

Produktion
I. Sesam: Die Sesamernte steht in ihrer Hochsaison. Die Preise stehen zur Zeit zwischen 8.000 und 8.500 Gs. pro Kilogramm. So einen hohen Preis gab es noch nicht in der Geschichte des Sesams und die Sesambauern schauen hoffnungsvoll in die Zukunft. Die Verwaltung der Pre-Kooperative schätzt, dass man in der Zone zwischen 80.000 bis 100.000 Kilogramm ernten wird. Die große Herausforderung für die Verwaltung besteht darin, ob die Mitglieder der Kooperative ihre Ernte an die Kooperative verkaufen.
II. Kurs: Am 11. März wurde ein Kursus zum Thema „Grundünger und Direktsaat“ mit dem Spezialisten aus Brasilien, Herrn Ademir Caligaris, zusammen mit der K.f.W in Friesland durchgeführt. An diesem Kurs beteiligten sich 30 Techniker des PMRN – MAG (Landwirschaftministerium).

Bildung
I. Fortbildung: Im Februar und März wurden zwei Fortbildungskurse für Lehrer durchgeführt. In den beiden Arbeitsgemeinschaften ging es hauptsächlich darum, dass die Lehrer fächerübergreifend unterrichten und ihre Unterrichtsvorbereitungen auch dementsprechend planen. Die Kurse wurden von Fachleuten der „Supervision“ durchgeführt.
II. Schulbesuche: Im Februar wurden die acht Schulen in der Zone zusammen mit der Supervisora besucht. Dabei wurde die Säuberung der Klassenräume und des Hofes bewertet, die Anstellung der Direktoren und Lehrer kontrolliert, die Anzahl der Schüler zur Kenntnis genommen und die Planung des Jahres besprochen.
III. Unterrichtsmaterial: Bei der Zeitung „ABC-color“ wurde Unterrichtsmaterial beantragt. Die sogenannten „páginas escolares“ dienen in vielen Schulen als wichtiges Lesematerial. (Ich möchte diese Gelegenheit wahrnehmen und alle Zeitungsleser von ABC – color darum bitten, diese „páginas ecolares“ nicht in den Müll zu werfen, sondern bei mir abzugeben.)

Gesundheit
I. Kurse: Im März wurden in allen Frauen - Komitees Kurse zum Thema „Aids“ gebracht. Dieser Vortrag wurde in Zusammenarbeit mit Frau Ana Moreno, Mitarbeiterin des Friesdenskorps (USA), vorgetragen. Frau Moreno ist „Licenciada“ in Biochemie und arbeitet schon seit zwei Jahren in Tuyango. Die Zusammenarbeit mit den Frauenkomitees in Covesap macht sie ebenfalls ehrenamtlich. Ihre Mitarbeit im Gesundheitsbereich war für uns eine große Hilfe, da wir momentan in Covesap kein Fachpersonal auf dieser Ebene haben. Frau Moreno arbeitet noch bis Ende März hier vor Ort. Danach kommt eine neue Mitarbeiterin von dort. Wir hoffen, dass wir auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit dieser Organisation haben, da wir in vielen Hinsichten die gleichen Ziele anstreben.
II. Gemüseanbau: Die regulären Besuche und Beratungen beim Gemüseanbau wurden auch im März durchgeführt. Bei diesen Besuchen wurde den Gemüsebäuerinnen auch Saatgut zu einem günstigen Preis verkauft. Wir streben danach, dass dadurch die Familienmütter auch in diesem Jahr zur gesunden Ernährung ihrer Familien beitragen.

Norma Michaela Bergen
Covesap


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