Resultate des Projektes "COVESAP 2002-2005"

Allgemeine Verwaltungsarbeit:
  • Das Arbeitsmodell des Projektes Covesap fand auf landesweiter Ebene positives Echo. Es wurde dem Vizepräsidenten des Landes, dem Landespräsidenten und dem Leiter der Oppositionspartei vorgestellt und auch teilweise als Model für ähnliche Projekte im Land eingesetzt.
  • Der Landespräsident, Vizepräsident, Landwirtschaftsminister und weitere Autoritäten haben die Projektzone im Laufe der letzten Jahre besucht.
  • Mehrere Verträge wurden von Covesap unterzeichnet: “Convenio de Cooperación” mit AVINA, “Convenio de Coordinación entre Consa (Consultora Sistemas Agrarios – UTI Carolina) y Covesap” – für ein Jahr; “Convenio de cooperación Técnica entre la Dirección Nacional de coordinación y administración de proyectos (DINCAP) und Covesap – für drei Jahre; Vertrag mit der Deutschen Botschaft – Bau der Berufsschule in Carolina.
  • Zu Beginn jedes Jahres wird eine dreitägige Arbeitsgemeinschaft durchgeführt, um die Verantwortungen für das folgende Jahr zu verteilen und die jeweiligen Arbeitspläne anzufertigen.
  • Im Betrieb laufen zwei Autos und drei Motorräder. Das Hauptbüro liegt im Zentrum der Kolonie Friesland.
  • Das Projekt Covesap läuft juristisch unter der „Zivilen Vereinigung der Kolonie Friesland“ und funktioniert als eine eigenständige Abteilung.
  • In der Projektzone wurden drei sozioökonomische Studien durchgeführt.
  • Im Jahre 2005 wurden die Projekte der K.f.W. analysiert mit einem Resultat wo die Arbeit von Covesap als die Beste des Landes registriert wurde.
  • Es wurde ein Dokumentarfilm von ca. 11 Min. über die Arbeit von Covesap in deutscher und spanischer Sprache angefertigt.
  • Für Covesap wurde eine Internetseite angefertigt.
  • Von der Covesaparbeit wurde ein Informationsblatt in deutscher und spanischer Sprache angefertigt.
  • Fachkraft von Covesap hielt Vorträge über Gründünger und Leguminosen in Paraguay und Nachbarländer.
1. Selbstverwaltung
  • In der Zone des Projektes wohnen rund 700 Familien, d.h. etwa 3.000 Personen.
  • 39 % der Bewohner hat ein Alter zwischen 0 – 18 Jahren.
  • Jede Familie hat durchschnittlich 4,4 Mitglieder.
  • Durch 29 neu gegründete Bauernzusammenschlüsse funktionieren zurzeit rund 50 Zusammenschlüsse. Das beinhaltet insgesamt rund 502 Mitglieder. Das sind etwa 18 Zusammenschlüsse von Frauen und 18 Vereinigungen von Männern und der Rest gemischte Gruppen. Rund 386 Familien werden durch die Zusammenschlüsse in der Projektzone erreicht.
  • Es wurden 87 Leiterschaftskurse durchgeführt. Daran beteiligten sich insgesamt 1.153 Personen.
  • Zu Beginn des Projektes lag die insgesamte Abwanderungsrate bei 7,2 %. Die Landflucht verringerte sich auf 3,5 %. Das sind 226 bis auf 112 Personen.
  • Die Arbeitslosenquote sank von 238 auf 8 Personen. Personenzahl die unterbeschäftigt sind verringerte sich von 71 auf 7 Personen.
  • In der Ortschaft Carolina wurde ein Verwaltungsgebäude errichtet. Es gilt allgemeine als Zentrum für die im Projekt durchzuführenden Aktivitäten.
  • Familienanzahl die sich ein Wohnhaus teilen verringerte sich von 161 auf 34 Fälle.
  • Bei etwa 450 Personen wurden für die Durchführung der K.f.W. – Projekte die Personaldokumente in Ordnung gebracht.
2. Landwirtschaftliche Produktion
  • Beratungs- und Begleitungsarbeit für die Kleinbauern von Seiten der Fachkräfte des Projektes.
  • Nach Notwendigkeit und Nachfrage wurde für die Kleinbauern das Saatgut organisiert.
  • Zu Beginn des Projektes wurden Handwerksgeräte wie Buschmesser, Spaten, Äxte, Draht, usw. kostengünstig verabreicht.
  • Produktion 2002/3: 475 ha. Baumwolle, 67 ha. Sesam, 359 ha. Mandioka, 429 ha. Mais, 71 ha. Bohnen, 30 ha. Gründünger, 88 ha. Naranjo agrio, usw.
  • Produktion 2003/4: 640 ha. Baumwolle, 290 ha. Sesam, 300 ha. Mandioka, 330 ha. Mais, 100 ha. Bohnen, 164 ha. Gründünger, 85 ha. naranjo agrio, usw.
  • Totalernte 2003/4: Baumwolle: 722.353 kg. (1.579.064.154 Gs.), Sesam: 189.362 kg. (898.581.600 Gs.), Naranjo agrio: 1.340 kg. (81.000.000 Gs.), Maiz: 1.001 kg. (400.000 Gs.)
  • Produktion 2004/5: 297 ha. Baumwolle, 673 ha. Sesam, 414 ha. Mais, 56 ha. Bohnen, 296 ha. Mandioka, 253 ha. Gründünger, 64 ha de naranjo agrio, usw.
  • Totalernte 2004/5: Baumwolle: 273.383 kg. (393.644.700 Gs.), Sesam: 317.087 kg. (938.858.950 Gs.), Mais: 199.707 kg. (79.939.850 Gs.), Gründünger: 54.178 kg. (197.145.200 Gs.), Naranja Agrio: 1.366 kg (63.826.000 Gs.)
  • Vereinfachung der Erntearbeit durch den Erwerb von zwei Dreschmaschinen.
  • Im ersten Jahr vergrößerte sich die Aussaatfläche um 30 %.
  • Während der Durchführung des Projektes wurden etwa 1.600 ha. Land gesäubert und in Gebrauch genommen. Nicht genutztes Land verringerte sich von 1.816 ha. auf 182 ha.
  • Insgesamt besitzen die Kleinbauern etwa 5.333 ha. Das sind etwa 8 ha. pro Betrieb.
  • Nutzung der Landfläche 2005 für Landwirtschaft: 32 %; Viehzucht: 46 %; Wald: 15 %.
  • Steigerung der Nutzungsfläche für die Produktion: Landwirtschaft: 1.576 ha – 1.709 ha.; Viehzucht: 1.926 ha. – 2.438 ha.;
  • Die Direktsaat wird bei etwa 180 Bauern in den landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. Die Fläche stieg von 0 ha auf 196 ha.
  • Steigerung der Forstmassnahmen von 17 ha. – 175 ha.
  • Steigerung der Aufforstung: 11 ha. – 15 ha.
  • Verteilung von 4.400 Obstbäumen. Jede Familie besitzt durchschnittlich etwa 45 Obstbäume. Dieser Bereich wird durch die Frauenarbeit stark gefördert.
  • Kreditvergabe für die Kleinbauern um die landwirtschaftliche Produktion zu unterstützen: 2001/2: 120.000.000 Gs. (20.000 U$), 2002/3: 206.000.000 Gs. (33.225 U$), 2003/4: 370.000.000 Gs. (59.677 U$), 2004/5: 579.000.000 Gs. (96.500 U$). Der durchschnittliche Zahlungsverzug während den ersten drei Jahren lag bei 3 %.
  • Die Projekte der K.f.W. (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sind 2004 angelaufen. Es wird mit 21 Bauernzusammenschlüsse und konkret 19 Projekten gearbeitet. Hauptziel dieser Projekte ist die Verbesserung der Böden und der bestehenden Waldflächen durch verschiedene Forstmassnahmen.
  • In der Projektzone werden von den Familien etwa 411 Gemüsegärten geführt. In der Frauenarbeit wird diese Thematik intensiv gefördert.
  • Bei etwa 35 Bauern wurden in den Viehweiden Leguminosen zur Verbesserung der Produktion eingepflanzt.
  • Einrichtung von 12 kurzfristigen Versuchsparzellen für zwei neue Gründünger (Azeven und Mellilotus Alba).
  • Der Gebrauch von Gründünger in der landwirtschaftlichen Produktion stieg von 30 ha. auf 253 ha. Der Verkauf des Saatgutes von Gründünger brachte im Jahr 2005 Gesamteinnahmen von 197.145.200 Gs.
  • Die Viehzucht registriert insgesamt etwa 4.701 Kopf Vieh.
  • Die Gesamteinnahmen in der landwirtschaftlichen Produktion beliefen sich auf 21.530 Mill. Gs. (3.588.333 U$). Das beinhaltet ein jährliches durchschnittliches Einkommen pro Familie von 7.783.141 Gs. (1.297 U$).
  • Das Durchschnittseinkommen pro Person stieg von 0,40 U$ auf 0,80 U$ pro Tag.
  • Die Einnahmen 2002/3 verteilten sich folgend: Landwirtschaft: 23 %, Viehzucht: 15 %, Angestellte: 46 %, Unternehmer: 8 %, Andere: 8 %.
3. Vermarktung
  • Das bestehende Vermarktungssystem in der Projektzone wurde auf Grund der Notwendigkeiten neu strukturiert. Die Vermarktung der Baumwolle und Sesam wird durch Covesap in gemeinsamer Form mit den Kleinbauern durchgeführt.
  • Das Zentrum der Vermarktungsarbeit ist die „Sede Administrativa“ in der Ortschaft Carolina.
  • Gemeinsame Vermarktung der Ernte 2001/2: Baumwolle: 36.682 kg. (29.345.600 Gs.), Sesam: 52.000 kg. (52.000.000 Gs.)
  • Gemeinsame Vermarktung der Ernte 2002/3: Baumwolle: 246.350 kg. (509.000.000 Gs.), Sesam: 27.700 kg. (97.500.000 Gs.)
  • Gemeinsame Vermarktung der Ernte 2003/4: Baumwolle: 303.760 kg. (716.017.670 Gs.), Sesam: 76.357 kg. (389.400.600 Gs.)
  • Gemeinsame Vermarktung der Ernte 2004/5: Baumwolle: 76.157 kg. (133.655.535 Gs.), Sesam: 189.223 kg. (574.670.251 Gs.), Gründünger: 55.567 kg. (204.108.200 Gs.)
  • Vermarktung von Saatgut der Gründünger und Leguminosen kann sich zu einem rentablen Zweig entwickeln.
4. Wegebau
  • In der Zone des Projektes Covesap werden etwa 95 km Landwege unterhalten.
  • Es wurden rund 30 Brücken neu gebaut.
  • Neue Wege mit einer Totallänge von drei Km. wurden gebaut.
  • Die Wegränder werden nach Möglichkeit von den Kleinbauern gesäubert.
  • An den Wegrändern wurden in vielen Fällen Kanäle gesäubert.
  • Anstieg der Fortbewegungsmittel: Fahrräder: 263 – 292; Motorräder: 193 – 321; Catchape: 278 – 287; Traktore: 9 – 19; Pferde: 1.138 – 1001.
5. Erziehungswesen
  • Für die Kleinbauern wurden 1.420 Weiterbildungsveranstaltungen durchgeführt. Es beteiligten sich insgesamt 11.840 Personen. Es werden die verschiedensten Themen bezüglich landwirtschaftliche Produktion, Verwaltung, Aufforstung, Erziehung, Gesundheit, usw. erarbeitet. Diese Kurse werden in enger Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium durchgeführt.
  • Es werden auch immer wieder praktische Unterrichtseinheiten auf dem Feld durchgeführt (Días de campo). Diese wurden jeweils von Fachleuten angeleitet.
  • Im Rahmen der Frauenarbeit wurden 562 Veranstaltungen mit einer gesamten Teilnehmerzahl von 4.951 Frauen durchgeführt. Es werden die verschiedensten Themen im Rahmen von Ernährung, Gesundheit, Familienplanung, usw. behandelt.
  • Für das Covesapteam und die Techniker von Covesap wurden Veranstaltungen zur Förderung des Gebrauches von natürlichen Pflanzenschutzmitteln durchgeführt.
  • Es wurden 27 Fortbildungsveranstaltungen für alle Lehrer der Covesapzone durchgeführt. Es beteiligten sich insgesamt 800 Lehrer.
  • In der Zone des Projektes funktionieren in den ersten sechs Jahren der Grundschulausbildung acht Schulen mit 680 Schülern und in der 7. – 9. Klasse fünf Schulen mit 210 Schülern. Im Niveau der 10. – 12. Klasse funktionieren vier Schulen mit etwa 180 Schülern. Insgesamt rund 1.070 Schüler.
  • Für die Schüler der Grundschulausbildung wurden Frühstücksessen und etwa 2.000 l Milch ausgeteilt.
  • In den Ortschaften Carolina und Gral. Caceres funktionieren jeweils eine Berufsschule, die im praktischen Bereich in intensiver Form vom Projekt begleitet werden. Für die Berufschule in der Ortschaft Carolina wurde durch Covesap ein neues Gebäude errichtet. Die deutsche Botschaft in Paraguay finanzierte dieses Projekt. In beiden Erziehungsinstitutionen werden insgesamt etwa 50 Schüler unterrichtet. Es läuft eine enge Zusammenarbeit mit dem Erziehungs- und Kultusministerium.
  • Im Rahmen der Frauenarbeit wird in jeder der drei Zonen des Projektes ein Modelhof eingerichtet. Dieser soll als Ansporn für die Verschönerung aller Höfe dienen.
  • Mit der finanziellen Unterstützung der Kooperative Friesland werden verschiedene Programme über die lokalen Radiosender ausgestrahlt. Diese Programme laufen über mehrere Monate.
  • Mit den Bauern der Projektzone und den Teammitgliedern wurden verschieden Studienreisen in Paraguay und Brasilien durchgeführt.
6. Gesundheitswesen
  • Die Arbeit im Gesundheitswesen wird mit einer Subvention von 50 % der Kosten gefördert.
  • Die gesamte Arbeit in diesem Arbeitsbereich wurde neu organisiert, wobei jeder Bewohner in der Projektzone einen Ausweis erhielt, um von der Subvention Gebrauch zu machen.
  • Im Rahmen der Covesapzone wurden insgesamt 5.721 ärztliche Visiten durchgeführt. Hinzu kommen Analysen, Operationen, Röntgenaufnahmen, usw.
  • Es wurden drei Gesundheitsförderer (promotores de salud) ausgebildet. Diese sollen in Zukunft in ihren jeweiligen Ortschaften arbeiten.
  • In der Ortschaft Tuyango bekam das lokale Krankenhaus mit finanzieller Unterstützung von Covesap ein neues Dach.
  • Steigerung der versicherten Personen im I.P.S.: 76 – 115 Personen. Das sind 17 % der gesamten Zahl der Familien.
  • Mit Hilfe ausländischer Fachkräfte wurden verschiedene spezielle Behandlungen von körperlichen Schäden und Missbildungen gemacht.
  • Hygiene verbesserte sich durch den Bau von Toilettenhäusern (Letrinas) und Toiletten in den Häusern (Banos). Jeweils von 571 auf 601 und 47 auf 77 Fällen.
  • Steigerung der Ansammlung von Abfällen in Müllöchern auf dem Hof in 31 auf 124 Fällen.
  • 87 % der Haushalte hat elektrischen Strom.
  • Verstärkter Kauf von Haushaltsgeräten: TV: 334 auf 411 Geräte; Musikgeräte: 364 auf 557 Geräte; Klimaanlage: 2 auf 11 Geräte; Telefon: 144 – 192 Geräte; Kühltruhe: 318 – 376.
  • Anzahl der Wasserbrunnen mit Problemen verringerte sich durch verstärkte Regenfälle von 141 auf 8.
  • Anzahl der Brunnen auf dem eigenen Hof stieg von 503 auf 589 Fällen.

(c) 2007 | www.covesap.org | Startseite öffnen