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Erfahrungswerte |
Das Covesapteam hat auf einer Arbeitsgemeinschaft im Januar 2006 das Projekt Covesap 2002 – 2005 ausgewertet. Die Arbeit wurde aus mehreren Perspektiven ausgewertet. Folgend einige gesammelten Erfahrungswerte:
- Die Pazifisierung einer Zone oder des Landes ist durch ländliche Entwicklung möglich.
- Die nachhaltige Entwicklung einer Gemeinschaft oder Gruppe ist nur möglich, wenn in der ganzen Zone oder Land eine integrale Entwicklung stattfindet.
- Die Erfahrungen einer entwickelten Gemeinschaft können für eine weniger entwickelte Gruppe sehr nützlich sein, wenn sie in persönlicher Form vermittelt werden und eine nahe Begleitung möglich ist.
- Die Vermittlung von Werten müssen einen stabilisierenden Charakter innerhalb der ländlichen Entwicklung darstellen.
- Alle haben eine gewisse Verantwortung für die Armen innerhalb einer Zone oder Land.
- Ein Projekt für ländliche Entwicklung muss in integraler Form durchgeführt werden, wobei die Selbstverwaltung, landwirtschaftliche Produktion, Vermarktung, Wegebau, Bildung und Gesundheit in Betracht gezogen werden können.
- Das Anstreben einer Mentalitätsänderung schließt nicht automatisch die Änderung der Kultur mit ein.
- Man sollte niemals ein Projekt für ländliche Entwicklung beginnen, wenn die Finanzierung nicht mittel- und langfristig abgesichert ist. Wenn man es nur starten kann, sollte man es lieber nicht beginnen.
- Die Arbeit innerhalb des Projektes sollte sich durch Professionalität und Seriosität in der jeweiligen Ausführung charakterisieren.
- Die Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatsektor in der ländlichen Entwicklung ist unumgänglich. Der Staat sollte die Initiative des Privatsektors fördern, weil er mindestens für den Unterhalt der Wege und die Qualität der Bildung und des Gesundheitswesens verantwortlich ist.
- Das Schaffen eines gegenseitigen Vertrauens ist der Ausgangspunkt und die Basis für ein Projekt der ländlichen Entwicklung.
- Wenn man eine Vertrauensbasis geschaffen hat, kann man verschiedene Verantwortungen innerhalb des Projektes mittel- und langfristig delegieren.
- Von Anfang an muss die landwirtschaftliche Produktion gefördert werden, um die finanziellen Einnahmen zu steigern.
- Auf mittel- oder langfristiger Sicht muss das Projekt institutionalisiert werden, um eine Abhängigkeit von den Geldgebern zu vermeiden.
- Die direkte und pünktliche Begleitung der Teilnehmer des Projektes ist von grundlegender Bedeutung, um die Einführung neuer Technologien wie Fruchtfolgewechsel, Gebrauch von Gründünger, Diversifizierung, usw., die Vergabe und das Kassieren der Kredite, die Vermarktung der landwirtschaftlichen Produktion und die Aktuellisierung der Produzenten zu garantieren.
- Die Ausbildung der zukünftigen Leiter ist wichtig, um eine integrale und nachhaltige Entwicklung zu erwirken.
- Die Projekte für ländliche Entwicklung müssen langfristig geplant werden.
- Die Bauern- und Frauenzusammenschlüsse bilden die Grundlage für die Selbstverwaltung innerhalb der ländlichen Entwicklung.
- Die Produktion für den Eigenkonsum muss gefördert werden, um eine ausgeglichene Ernährung zu garantieren.
- Auf mittel- und langfristiger Sicht müssen jegliche Schenkungen vermieden werden.
- Personen die aktiv und dynamisch mitarbeiten, müssen stärker in dem Entwicklungsprozess miteingebunden werden.
- Die ausführenden Personen des Projektes dürfen nicht unter starkem Leistungsdruck stehen, da dieses negative Folgen für die langfristige Entwicklung hat.
Hans Theodor Regier
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