| Das Maislabyrinth auf dem Kohlhof |
![]() Es ist Ende Januar, bei uns ist es Winter, draußen beträgt die Temperatur -10C°, aber hier im Haus ist es gemütlich warm. Ich möchte Euch von einer Aktion erzählen, die unsere Mennonitengemeinde Limburgerhof/Kohlhof im letzten Jahr gemacht hat. Unsere Gemeinde besteht seit ca. 200 Jahren, damals sind Täufer aus der Schweiz hierher gekommen, und hat zurzeit 82 Mitglieder. Vor zwei Jahren hatten unsere Jugendlichen die Idee, ein Maislabyrinth anzulegen. Diese konnte gegen Eintrittsgeld besucht werden. Das Geld, was so zusammenkam wurde an das Kinderheim „El Abrigo“ in Asuncion gespendet. Nachdem diese Aktion so erfolgreich war, und Spaß (und viel Arbeit) gemacht hat, haben wir sie im Jahr 2005 wiederholt. Dazu wurde ein Feld von 1,8 Hektar mit Mais eingesät. Als die Pflanzen ca. 15 cm hoch waren, haben die Jugendlichen nach einem exakt ausgearbeiteten Plan einen Teil der Pflanzen wieder herausgerissen, so dass ein kompliziertes Wegenetz entstanden ist. Jetzt musste der Mais wachsen… Ein paar Tage vor der Eröffnung mussten dann noch einmal alle Wege kontrolliert werden, ein Aussichtsturm aus Paletten wurde gebaut, und ein „Barfusspfad“ wurde angelegt. Bei diesem Stück Weg sollten die Besucher aufgefordert werden barfuss zu gehen, und der Weg war einmal sandig, einmal steinig, einmal schlammig, einmal Gras… Außerdem wurden Schilder aufgestellt, mit Informationen und Fragen zu den Reisen des Apostel Paulus. Im Ein- und Ausgangsbereich des Maisfeldes gab es zwei Pavillons mit Sitzgelegenheiten und Bilder (aus Theodor Regiers Präsentation) und Texte über das Projekt COVESAP, auch konnten hier die richtigen Antworten auf die Fragen zu Paulus Reisen gelesen oder gehört werden – und, ganz wichtig: hier gab es etwas zu essen und zu trinken! Viele Besucherinnen und Besucher verweilten nach dem Labyrinthdurchgang noch längere Zeit. Besonders Familien haben das genossen, während die Kinder ein zweites Mal ins Maisfeld gingen, konnten die Eltern gemütlich Kaffee trinken… An vier Wochenenden war das Maislabyrinth für Besucher geöffnet! Leider hatten wir etwas Pech mit dem Wetter, so dass nicht so viele Besucher zu uns kamen, wie im Jahr 2003. Dennoch: Es waren insgesamt 930 Leute im Labyrinth, und durch Eintrittsgelder, aber auch den Verkauf von Kaffee, Kuchen, Brezeln und Getränken konnten wir knapp 1.300,- € erwirtschaften. Dieses Geld ging im Dezember 2005 als Spende nach Paraguay, aber diesmal für das Projekt COVESAP! Viele Leute waren an den Vorbereitungen und Arbeiten rund um das Maislabyrinth beteiligt. Es war ein Miteinander von Jung und Alt und es hat Spaß gemacht!!! So hoffe ich jetzt, Ihr könnt ein bisschen nachvollziehen, was hinter dem Wort „Maislabyrinth“ steht und grüße Euch herzlich Angelika Bast Deutschland |
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